Regu-Coach-Akademie
Biohacking & Ernährung·13. Juni 2019·3 Min Lesezeit

Zinkmangel beheben – Die besten Tipps aus der Praxis

Das Thema Zinkmangel ist besonders in der Winterzeit in aller Munde. Doch auch in den übrigen Jahreszeiten spielt das Spurenelement Zink eine große Rolle für die Gesundheit. Es ist unter anderem un…

Zinkmangel beheben – Die besten Tipps aus der Praxis

Das Thema Zinkmangel ist besonders in der Winterzeit in aller Munde. Doch auch in den übrigen Jahreszeiten spielt das Spurenelement Zink eine große Rolle für die Gesundheit. Es ist unter anderem unerlässlich für ein funktionierendes Immunsystem. Ein Zinkmangel kann jedoch auch viele andere Bereiche des Körpers betreffen. Wodurch dieser entsteht und wie Du ihn behandelst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Probleme durch Zinkmangel

Ein Zinkmangel kann sich durch einige gesundheitliche Probleme bemerkbar machen. Dazu gehören Probleme mit der Haut, diese kann etwa rissig oder brüchig werden. Weiterhin kann das Kurzzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen werden und eine Teilnahmslosigkeit kann sich einstellen. Außerdem kann es zu Durchfall, Impotenz und Haarausfall kommen.

Einen Zinkmangel feststellen

Wie Du siehst gibt es eine ganze Reihe an Symptomen und Problemen, die einen Zinkmangel bemerkbar machen. Teilweise geben weiße Stellen an den Fingernägeln einen ersten Hinweis auf einen Zinkmangel. 

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du an einem Zinkmangel leidest, kannst Du den Zinkwert über das Blut oder einen Klinghardt-Therapeuten testen lassen. Der Test über den Blutspiegel ist allerdings nicht immer aussagekräftig, da der Zinkspiegel im Blut in Ordnung sein, im Gewebe aber bereits Zink fehlen kann. Du kannst Deinen Zinkwert über unser Dr. Mama System auch gerne selber testen. 

Ist der Mangel erst einmal festgestellt, stellt sich die Frage, woher dieser kommt und was Du dagegen tun kannst.

Ursachen für einen Zinkmangel

  1. Eine zu geringe Aufnahme von Zink über Lebensmittel kann ein einfacher Grund für einen Zinkmangel sein. 

  2. Ein zu hoher Zinkverbrauch kann ebenfalls ein Grund für einen Mangel sein. Dieser kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein. Krankheiten wie Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Darmerkrankungen und chronische Entzündungen im Körper (gerade an der Haut wie Neurodermitis) können Schuld an einem erhöhten Zinkverbrauch sein. Aber auch im Wachstum verbrauchen besonders Kinder mehr Zink. Auch in der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit benötigt der Körper besonders viel Zink. Personengruppen wie etwa Senioren, Sportler und Allergiker haben ebenfalls einen erhöhten Zinkbedarf.

  3. Die Aufnahme von Zinkinhibitoren hemmt die Zinkaufnahme im Körper. Zu diesen Inhibitoren zählen beispielsweise Kaffee und Teeine. Bei der Aufnahme von zinkhaltigen Lebensmitteln mit dem Ziel der Zinkaufnahme ist darauf zu achten, dass in dieser Zeit keine Zinkinhibitoren verzehrt werden. Auch bestimmte Phytate aus Pflanzen oder Oxalsäure können die Zinkaufnahme hemmen. Spinat enthält beispielsweise viele Oxalate und sollte daher nicht gleichzeitig mit zinkhaltigen Lebensmitteln verzehrt werden.

Welche Lebensmittel enthalten Zink?

Einige sehr gesunde Lebensmittel enthalten Zink. Dazu gehören Haferflocken, Buchweizenflocken sowie Bohnen, aber auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen. Auch Nüsse und Kakao enthalten Zink. Alle diese Lebensmittel sind pflanzlich und sehr gut geeignet, um einen Zinkmangel über die Nahrung zu beheben. Zwar enthalten auch Fleisch- und Milchprodukte Zink, da diese allerdings einige andere Probleme im Körper hervorrufen, sind sie nicht zu empfehlen.

Für Babys eignet sich außerdem die Muttermilch, sofern die Mutter genügend Zink im Körper hat.

Reicht die Zinkzufuhr über die Nahrung allein nicht aus, kann ein Zinkmangel mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln sehr gut behandelt werden. Dabei kommt es auf die Wahl des richtigen Präparates an. Es gibt lediglich zwei wirklich sinnvolle Zinkpräparate, alle anderen sind unzureichend.

Zu den schlechten Präparaten gehören folgende:

– Zinkcarbonat
– Zinkoxid
– Zinkorotat
– Zinkpantotenat
– Zinkaspatat
– Zinkcitrat
– Zinkpicolinat

Zinkpicolinat wird als eine der am besten aufgenommenen Zinkarten dargestellt. Dies ist leider nicht korrekt. Diese Art befindet sich in der Muttermilch, wo das Zink an die Muttermilch gebunden ist und somit gut funktioniert, aber auch nur für Babys. Für Erwachsene ist es bei oraler Aufnahme in Form einer Tablette überhaupt nicht sinnvoll, da es nicht gut aufgenommen werden kann.

Die folgenden Präparate können gut vom Körper aufgenommen werden, müssen aber zwingend nüchtern eingenommen werden:

– Zinksulfat
– Zinkgluconat

Durch die Einnahme auf nüchternen Magen kommt es häufig zu Übelkeit.

Die besten Präparate lauten wie folgt:

– Zinkhistidin (z.B. „Curazink“ von STADA, erhältlich über Amazon.de)
– Zinkcystein

Diese beiden an Aminosäuren gebundenen Zinkarten gibt es als Handelspräparate zu kaufen. Diese eignen sich am besten zur Zinkaufnahme über die Nahrungsergänzung.

Matthias Cebula, Gründer der Regu-Coach-Akademie

Über den Autor

Matthias Cebula

Gründer der Regu-Coach-Akademie und Experte für Regulationsmedizin mit über 15 Jahren Erfahrung und mehr als 15.000 Testungen. Begleitet Menschen dabei, Regulationsstörungen in den 8 Faktoren systematisch zu erkennen und anzugehen.